Ein Zungenpiercing für mich
Die Prozedur bei dem Piercen der Zunge ist den anderen Piercings ähnlich. Die gewünschte Stelle, an der das Piercing später sitzen soll, wird nach Begutachtung der Zunge und nach Absprache mit dem zu Piercenden, markiert. Nun wird eine Zange mit einem Loch, an die Zunge angelegt, und anschließend mit einer Kanüle durch die Zunge gestochen. Die Kanüle wird aus der Zunge gezogen, doch der Kanülenschlauch verbleibt in der Zunge. Im Anschluss wird mithilfe des Schlauches das Piercing in das Loch gesteckt und anschließend verschlossen.
Risiken und Verhalten nach dem Piercen der Zunge
Mögliche Risiken bei einem Piercing in der Zunge können auftretende Entzündungen und stärkere Blutungen sein. Allerdings lassen sich beide Risikofaktoren minimieren, wenn vom Piercer und dem Gepiercten einige Dinge beachtet werden. Ein professioneller Piercer durchleuchtet die Zunge vor dem Stechen und sucht nach Blutgefäßen um die ideale Stelle zu finden. Darüber hinaus wird darauf hingewiesen, dass kein Piercing in der Zunge möglich ist, falls der Verlauf der Gefäße dies nicht zulässt. Außerdem ist der Piercer darüber sachkundig wo weitere Blutbahnen und Nerven verlaufen und beachtet dies beim Stechen. Sterile Bedingungen während des Piercens minimieren das Risiko einer Infektion. Das Tragen von Handschuhen, einem Mundschutz und steriles Arbeitswerkzeug gehören zu den Vorkehrungen, die getroffen werden müssen. Doch auch der Gepiercte leistet seinen Beitrag zur idealen Wundheilung. So sollte das Spielen mit den Fingern am Piercing vermieden werden. Auch ein Spielen an den Zähnen und ein häufiges hin und her Bewegen der Zunge im Mund reizt diese unnötig. Besonders das Berühren des Piercings mit den Fingern stellt ein großes Risiko dar, da Keime in die frische Wunde gelangen können.
Schmerzen
Bei einem Piercing in der Zunge gilt die Divise “Wer schön sein will muss leiden”. Generell wird die zu piercende Stelle von professionellen Piercern nicht betäubt. Allerhöchstens kommt Eisspray oder eine betäubende Creme zum Einsatz, allerdings ist auch dies selten. Der Schmerz während des Stechens an sich ist sehr gering. Er ist eher mit einem kurzem Ziehen zu vergleichen. In den meisten Fällen weist der Piercer kurz vor dem Stechen dazu an tief einzuatmen und in dem Moment sticht er zu. Allerdings muss der Gepiercte trotzdem mit Schmerzen in der Zunge rechnen, da etwa eine Woche lang nach dem Stechen mehr oder weniger starke Schmerzen auftreten können. Diese machen sich meist während des Essens oder Sprechens bemerkbar. Zusätzlich zum Schmerz ist eine leichte Schwellung zu vernehmen, die das Sprechen zusätzlich erschweren kann. Aus diesem Grund ist der Schmuck, der direkt nach dem Stechen eingesetzt wird, etwas länger als der, welcher später tatsächlich getragen wird. Somit wird die schmerzende Zunge nicht zusätzlich gequetscht und beeinträchtigt.
Weitere Informationen findet man z.B. beim Piercing Store

